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09|Jan Typische Tiroler Gerichte aus dem Kitzbüheler Raum

Die Tiroler sind nicht nur lustige Leute, sondern haben auch kulinarisch einiges zu bieten. Nachfolgend habe ich ein paar typische Gerichte aus unserer Region ausgesucht und beschrieben. Im einen oder anderen Restaurant bzw. Berghütte gibt’s die Köstlichkeiten wie z.B. 

Rezept Germkiachl

Germkiache wie aus Omas Küche

Zutaten für 4 Portionen: 450g  Mehl, 20g Germ (Hefe), 35g Butter, 35g Zucker,3 Eigelb, 250ml warme Milch, 1 EL Schnaps (Obstler) etwas Salz und Fett zum Backen.            

Und so einfach geht’s:
Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte der Schüssel Mulde ins Mehl machen, mit dem Zucker, dem Germ (Hefe) und ein wenig warme Milch ein Dampfl anrühren. Etwas warten bis das Dampfl deutlich größer wird und dann die weiche Butter, Dotter und den Schnaps (dieser soll verhindern, dass der Teig beim Ausbacken zu viel Fett aufnimmt), etwas Salz und die restliche Milch untermengen. Den Teig kneten bis er Blasen wirft, anschließend den Teig ca. 30 Min. in der Wärme gehen lassen und dann nochmal  kneten. Mit dem Löffel ca. 5-6 cm große Kugeln abstechen und formen. Die Teigmenge sollte für 9-10 Kugeln reichen. Diese auf eine bemehlte Unterlage geben, mit etwas Mehl bestäuben und mit einem Tuch abdecken. Nach 30 Min. nun das Fett in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Die Kugeln in die Hände nehmen und mit den Fingern von der Mitte aus auseinander ziehen. Mittig sollte der Teig ganz dünn sein, der Rand sollte dick bleiben. Im heißen Fett beidseitig heraus backen. Achtung! Fett nicht zu heiß erhitzen, sonst werden sie zu schnell braun und sind an den Rändern drinnen noch teigig. Serviert werden die Kiache mit Sauerkraut oder Preiselbeermarmelade und dick Staubzucker.

Früher gab’s für uns Kinder immer ein Glas Milch dazu. Am Kitzbüheler Genuss Markt gibt’s jeden Samstag einen Stand mit wunderbaren Germkiache. 

Tiroler Gröstl Bild
©Bild Gasthof Hechenmoos |Tiroler Gröstl…mmmhhh!

 

Tiroler Gröstl zum Wochenbeginn.      

Zutaten für 4 Portionen: 600g Erdäpfel (Kartoffeln), 2 Esslöffel Öl, 1 Zwiebel, 250g gekochtes Rindfleisch, gehackte Petersilie, Majoran, Kümmel, Butter, 4 Eier, Salz und Pfeffer.                         

Jetzt kann gekocht werden:
Die Erdäpfel (Kartoffeln) kochen, schälen und auskühlen lassen, dann in Scheiben schneiden. Das gekochte Rindfleisch (meist wurde früher der Sonntagsbraten mit dem Tiroler Gröstl zu Wochenbeginn verwertet) grob kleinschneiden, die Zwiebel fein schneiden. In einer großen Bratpfanne Öl erhitzen und zuerst die Zwiebel anrösten. Die Erdäpfel hinzufügen, mit Pfeffer, Salz, Kümmel und Majoran würzen, unter häufigen Wenden die Erdäpfel knusprig anbraten. Das Rindfleisch hinzugeben. Separat werden die Eier aufgeschlagen und zu Spiegelei verarbeitet. Serviert wird das Tiroler Gröstl in der Pfanne mit dem Spiegeleiern sowie der gehackten Petersilie. Sehr gut dazu passend, eine Schüssel Kraut- oder grüner Salat. Schmeckt wunderbar im Huberbräu Stüberl in der Kitzbüheler Innenstadt, wird dort auch in der Pfanne serviert. 

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Kaspressknödel wie bei Mama daheim – ©Foto lilies-diary.com

 

Kaspressknödel haben immer Saison.

Zutaten für 4 Portionen: 4 harte Semmeln, 2 Eier, 250ml Milch, 200g Pinzgauer Käse (od. anderer Schnittkäse), 2 Erdäpfel (Kartoffeln), 1 Zwiebel, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Öl und Petersilie.

Und so geht’s:
Für die Kaspressknödel die Semmeln kleinwürfelig schneiden, Milch und Eier fest verrühren über die Semmelwürfel gießen, etwas ziehen lassen. Die Zwiebel fein schneiden kurz in der Pfanne anschwitzen (gut für den Geschmack). Die gekochten Erdäpfel reiben, den Käse in kleine Würfel schneiden. Anschließend die Semmelwürfel, die angerösteten Zwiebel, die Erdäpfel und den Käse gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit leicht angefeuchteten Händen aus der Masse Laibchen formen. In einer Pfanne ausreichend viel Öl erhitzen und die Kaspressknödel darin rundum goldgelb backen. Herausheben, entweder mit Rindsuppe oder mit grünen Salat servieren. Besonders gut haben die Kaspressknödel mit Salat auf der Seidlalm geschmeckt, ideal nach einer Wanderung auf der Streif. 

Kasspatzln - ©Foto tirol.orf.at
Kasspatzln – ©Foto tirol.orf.at

 

Kasspatzln, mein Leibgericht

Zutaten für 4 Personen: 300g Tiroler Bergkäse (grob gerieben), 400g griffiges Mehl, 2 Eier, ½ Wasser, 3 Zwiebeln, Butter, Öl, etwas Salz und Pfeffer.

Ist gar nicht schwer zu kochen:
Für den Teig nehmen wir Mehl, etwas Salz, Wasser und Eier, wird glatt geschlagen. Den Teig anschließend durch einen „Spätzlehobel“ in kochendes Salzwasser reiben. Sobald die Spätzle oben auf dem Wasser schwimmen, bseihen. Dann eine Spatzln in eine Pfanne geben, mit einer Schicht Käse bedecken, die gehackten in Butter gerösteten Zwiebel unter die Spatzln geben. Die andere Hälfte der Zwiebel in Ringe schneiden. Die Zwiebel-Ringe (vorher mit etwas Mehl bestäuben) in Öl braun anbraten und vor dem Anrichten mit etwas Petersilie über die Spatzln streuen. Die Spazln noch zerlassener Butter übergießen und mit frischem Pfeffer würzen. Mahlzeit in den Saukaserstuben in Jochberg.   

Unbenannt
Blattln mit Sauerkraut

 

Blattl‘n süß und  sauer 

Zutaten für 8 Personen.      
Sauerkraut: 1 Pkg. Sauerkraut, 1 Zwiebel, 100g Speckwürfel,  20-40 ml Suppe, Salz, Kümmel und Pfeffer.     

So macht man den Blattl Teig:
500g Mehl, 2 EL weiche Butter, Milch je nach Bedarf, 2 Dotter, Salz und Sonnenblumenöl zum Frittieren.  Und so werden wunderbare Blattn daraus: Das Mehl mit Dotter, Butter, Salz in einer Schüssel gut mischen. Nach und nach Milch dazugeben bis der Teig geschmeidig ist, 30 Minuten rasten lassen. Dann dünn ausrollen, Ecken ausscheiden und in heißem Öl goldgelb frittieren. Zuerst das Sauerkraut abtropfen lassen, Zwiebel und Speck würfeln, in einem Topf goldgelb braten. Danach das Sauerkraut, Kümmel und Suppe dazu geben, ca. 15 Minuten kochen lassen, abschmecken, wenn es noch zu sauer ist, gibt meine Oma immer etwas Zucker hinzu. Die Blattl’n werden bei uns daheim auch mit Preiselbeermarmelade (Grangln) oder Apfelmus serviert und schmecken süß oder sauer hervorragend. 

Viel Spaß auf alle Fälle beim Nachkochen, beim Bestellen im Restaurant – ich freue mich auf eure Kommentare.                              

Beim Nächsten Mal gibt’s dann nur Süßes! Mahlzeit!   

 

 

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