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25|Feb Blick hinter die Kulissen des Skilehrer-Daseins.

Surflehrer auf den berühmten Wellen Hawaiis, Tauchlehrer in den türkis-blauen Buchten Griechenlands, Skilehrer im romantisch-winterlichen Kitzbühel. Manche Berufsfelder genießen einen beinahe mystischen Ruf.

 

Mona Marko, hatte selbst das Vergnügen in die Rolle einer Kitzbüheler Skilehrerin zu schlüpfen. Über mehrere Jahre hinweg war sie in den Schul- und später Semesterferien am Berg, ihrem Büro sozusagen. Das Skifahren, ihre Arbeit und Leidenschaft zugleich. Als Staatliche Skilehrerin erlebte Mona hautnah die Skilehrer-Community und das Skilehrer-Dasein.  

Wer sind die Kitzbüheler Skilehrer, was essen sie und wie schaffen sie es, so lässig zu sein? 

 

Mona Marko, klärt auf und bietet einen nicht ganz ernsten Blick hinter die Kulissen des Skilehrer-Daseins in der Gamsstadt. Also, Bühne frei – hier sind 10 Fragen und Antworten zu Kitzbüheler Skilehrern.  

Auf alle Fälle macht der Job Spaß! ©Hofmann Esperience I Nina Zimolong

 

Wer sind sie?

Abgesehen von ihrer geteilten Leidenschaft unterscheiden sich die einzelnen Individuen der Spezies stark. Es gibt keinen Prototypen, kein Prachtexemplar oder Musterbeispiel eines typischen Skilehrers. Sie stammen aus allen Ecken und Enden dieser Erde. Es gibt die „ureinheimischen“ Plus-Fünfziger, deren Haut die unzähligen Stunden in der prallen Sonne und eisigen Kälte verrät, die jungen Briten, Skandinavier und Niederländer, die nach ihrem Schul- oder Uni Abschluss ein „Gapyear“ einlegen oder ehemalige Rennfahrer, deren Stil von allen bewundert wird. Eines jedoch haben sie alle gemein: Sie alle teilen einen natürlichen Lebensraum: die Skipiste. 

©Kitzbühel Tourismus | Michael Werlberger – perfekte Bedingungen auf den Skipisten!

 

Was essen sie?

Was muss man zu sich nehmen, um so gottähnlich Ski zu fahren wie die Rot- und Blau-Uniformierten, die in Kitzbühel über die Pisten glühen, um die Schwünge so heiß zu carven und die Skier so kraftvoll und unbeschwert zu schultern?

Die Ernährungswissenschaft steht bei der Studie der Spezies Skilehrer vor einem Rätsel. Entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse scheinen sich Kitzbüheler Skilehrer völlig losgelöst von allen Normen und Regeln zu ernähren und trotzdem Maximales zu leisten: Frittiertes über Frittiertes, Bier und noch mehr Bier und die wenigen Vitamine, die in Form schlabbriger Tomaten und Salatblättern neben Schnitzel und Pommes serviert werden, sind die einzige gesunde Ausnahme in der sonst so monotonen Ernährung. Tatsache ist aber, dass Skilehrer einzigartige Enzyme besitzen, die Fett aus der Fritteuse, Alkohol und Zucker in eine besondere Art der Energie umwandeln – auch „Wedelpower“ genannt.

©Kitzbühel Tourismus – Tiroler Kasspatzl,  perfekt zum Skitag!

 

Wie schlafen sie?

Kitzbüheler Skilehrer schlafen nicht. Sie feiern. Mit einem Bier in der linken und den Skiern oder Eidgenossen des anderen Geschlechts in der rechten Hand. Geschlafen wird im Sommer 🙂 

Wie feiern sie?

Kitzbüheler Skilehrer feiern intensiv, gekonnt und täglich. Das erste Bier fließt gleich nach Ende des Arbeitstages im Legenden Café, einem kleinen Aprés Ski Lokal in der Hahnenkammtalstation. Weiter geht’s im Irish-Pub „O’Flannigans“. Es gibt wohl kaum einen  Skilehrer, der noch nicht auf den Barhockern des Lokals saß und die Billiard-Queues geschwungen hat. Ein paar Stunden und einige Promille später endet die Nacht im Londoner – ein weiterer bekannter English Pub. Devise ist trotzdem: Wer feiern kann, kann auch arbeiten! 

©Hofmann Experience I Nina Zimolong – one Team!

 

Was tun sie im Sommer?

Auch hier gibt es verschiedene Auswüchse des Skilehrer-Daseins. So mancher reist vom Tiroler Winter in den Winter der Südhalbkugel und unterrichtet in Neuseeland, Australien oder sogar Südamerika. Andere Kitzbüheler Skilehrer geben sich ihren zweiten Berufen hin – sie sind beispielsweise Golflehrer oder üben einen Handwerksberuf aus. Manche studieren und wieder andere warten einfach nur däumchendrehend, blicken aus dem Fenster und beobachten wie die Blätter sich am Ende des Sommers endlich wieder färben, von den Bäumen fallen und später vom weißen Gold bedeckt werden.

©Kitzbühel Tourismus – wahrscheinlich wandern, weil’s so schön ist bei uns!

 

Wie sieht ein Tag im Büro aus?

Der Tag eines Kitzbüheler Skilehrers beginnt mit schnellen Schwüngen und lauten „Juchiza“. Mit der ersten Gondel geht’s früh morgens auf den Hahnenkamm. Der Schnee, der dem Kitzbüheler Skilehrer kalt ins Gesicht peitscht, ist das Pendant zum ersten Kaffee für den Normalsterblichen – er weckt ihn auf und leitet den Tag ein.

Nach den morgendlichen Schwüngen geht’s wieder hinunter ins Tal. Entweder es erwarten ihn Privatgäste an der Talstation, mit denen er den ganzen oder halben Tag über die Pisten glüht oder auf ihn wartet eine Horde kleiner Skifahrer, die ihm in den nächsten Stunden wie seine Schatten hinterherjagen.

©Hofmann Experience I Nina Zimolong

 

Wie halten sie sich fit?

Zu den beliebtesten Fitness-Übungen der Skilehrer zählen:

  • 6 Paare Ski tragen (wenn die Kids es nicht alleine schaffen)
  • Die Streif rauf- und runterzuglühen
  • Die Piste hinauflaufen (wenn’s einen Gast aufgestellt hat, der nicht mehr alleine in die Skier kommt)

Welche Ski fahren Kitzbüheler Skilehrer?

Es kommt tatsächlich auf die Größe an… bei Skiern. Aber solange die Länge passt, ist es Skilehrern in Kitzbühel völlig egal, welche Bretter sie unter ihren Füßen haben. Denn echte Skifahrer können mit jedem Ski göttliche Schwünge in den Schnee ziehen.

Es geht los! ©Hofmann Experience | Nina Zimolong

 

Welche No-Go’s gibt’s für Kitzbüheler Skilehrer?

Skilehrer sind an und für sich eine äußerst tolerante und offene Gattung Mensch. Egal wer und wie du bist – kannst du  Ski fahren, akzeptieren sie dich. Einige absolute No-Go’s gibt es nichtsdestotrotz. Dazu zählt:

  • Das Tragen von Vollvisierhelmen
  • Die Frage „Mogst a Schnapsei?“ Mit „Nein!“ zu beantworten
  • Die Skier falsch zu tragen
  • Eine Lücke zwischen Helm und Skibrille
    ©Hofmann Experience | Nina Zimolong – Spaß bei der Arbeit 🙂

Warum sehen sie so gut aus?

Täglich an der frischen Luft ist es vor allem der gesunde Teint, der Kitzbüheler Skilehrer zu feschen Menschen macht. Braun gebrannt von der Sonne, die zu dem noch für ein fröhliches Gemüt sorgt und dann noch die sportlichen Körper und schnellen Schwünge – wer kann da widerstehen? 

 

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