Aus der Kategorie Leben in Kitzbühel

27|Feb Ostern – das wichtigste Fest im Christentum!

Zu Ostern wird die Auferstehung von den Toten gefeiert! Dazu gibt es viele Bräuche die über viele Jahre hinweg an die nächsten Generationen weitergegeben wurden. Pepi, ein Kitzbüheler Urgestein, erzählt uns einiges zu den Bräuchen rund um Ostern. 

 

Oster Schmuck in der Kitzbüheler Innenstadt – gefertigt von den Kitzbüheler Bäuerinnen

Ostern – Tradition und Brauchtum 

Unser Pepi Treichl ist stadtbekannt. Er pflegt Tradition und Brauchtum wie kein anderer und gibt diese mit Freude an die nächsten Generationen weiter. Ich habe mich mit ihm zum Thema Ostern getroffen und wie immer gerne seinen Geschichten gelauscht. Einige dieser Bräuche kenne ich noch aus meiner Kindheit, andere leben wieder auf.

Unser Pepi in seinem Element – Stadtführungen durch Kitzbühel

 

Unsere Osterhasenfamilie im Jubiläumsgarten

Osterhasenfamilie – selbst gemacht von unseren Kitzbüheler Bäuerinnen

Fastenzeit 

Die 40-tägige Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet in der Osternacht. Früher wurde noch streng gefastet. Heute ist es der eine oder andere Verzicht auf Süßes, Kaffee oder Alkohol. Der Aschermittwoch und der Karfreitag sind die strengsten Fastentage, früher gab es während der Fastenzeit auch ein Tanzverbot. 

Palmbuschen – selbst gemacht ©MichaelWerlberger|KIT

Palmsonntag

Der „Palmbuschen“ wurde früher von den Bäuerinnen aus Wacholderbeer-Stauden, Buchs, Palmkätzchen, Ölzweige und Erika Blüten gebunden. Am Palmsonntag bei der Prozession wird der „Buschen“ geweiht, dieser soll vor Unwetter Haus und Hof schützen. Früher wurden die Zweige zum Schutz vor Gewitter unter dem Dach aufbewahrt bzw. bei Unwetter im Ofen angezündet.  

Palmsonntag – alle Palmbuschen werden geweiht ©MichaelWerlberger|KIT

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag fliegen die Glocken nach Rom – die Kirchturmglocken verstummen im Land. Ein Zeichen der Trauer um das Leiden und den Tod Jesu. Weshalb auch die Kirchenglocken nicht mehr läuten. Die Ministranten sind dann mit ihren Ratschen im Ort unterwegs. 

Bei uns wie in den meisten Haushalten, kommt am Gründonnerstag Spinat mit Kartoffeln und Spiegelei auf den Tisch. Ebenfalls ein alter Brauch ist es am Gründonnerstag,  die gelegten Hühnereier im Feld zu vergraben, dies soll für eine gute Ernte sorgen.

Bunte Ostereier – liebevoll bemalt

Eierpecken zu Ostern 

Für uns Kinder früher immer ein Spaß zu Ostern. Eierpecken, der Gewinner durfte das Ei vom Verlierer behalten. Bei Unentschieden, durfte jeder sein Ei behalten.  Zwei Tipps von Pepi zum Eierpecken: „Ein spitzes Ei erhöht die Gewinnchancen enorm. Man sollte versuchen das gegnerische Ei im schrägen Winkel zu treffen, hier gewinnt man immer!“ 🙂 

Osterdekoration in der ganzen Stadt verteilt

Ostereier färben

Farbige Ostereier gehören einfach zum Osterfest. Ein ebenso alter und schöner Brauch, Eier färben und dekorieren. Wir haben hier ein Rezept mit ganz natürlichen Zutaten gefunden:  

Man nimmt 6 Eier, 1 kg rote Zwiebeln (nur die Schalen), 1 EL Essig, 1 Strumpfhose (möglichst hell), Kräuterblätter wie z.B. Petersilie, Majoran oder andere Frühlingskräuter, etwas Spagat.

Die Ostereier mit Essigwasser säubern. Von der Feinstrumpfhose ca. 10 cm lange Stücke abschneiden. Jetzt auf jedes Ei ein kleines Kräuterblatt, wie z.B. ein schönes Petersilienblatt (oder ein anderes Kräuterblatt) aufdrücken das Stück der Strumpfhose darüber ziehen. Das Blatt soll glatt und dicht am Ei anliegen. Die Strumpfhose straff anziehen, auf der Rückseite mit einem Spagat fest zubinden. Wichtig ist, dass das Kräuterblatt nicht locker ist, sondern fest am Ei aufliegt, damit keine Farbe darunter laufen kann.

Die Zwiebelschalen gemeinsam mit den Eiern in einen Topf geben, mit heißem Wasser aufgießen, bis die Eier bedeckt sind. Essig dazugeben, damit die Farbe besser hält. Am Herd für ca. 20 Minuten kochen lassen. Die Eier vorsichtig aus dem Zwiebelsud herausheben und kurz abkühlen lassen. Danach vorsichtig die Strumpfhose und das Kräuterblatt entfernen, die roten Ostereier sind bereit für den Osterkorb bzw. die Speisenweihe am Ostersonntag .

Osterdekoration

Osterfest

Am Ostersonntag suchen die Kinder ihr „Osternest“ im Garten oder im Haus. War früher und ist heut auch immer ein Spaß. Wer findet wohl die meisten Ostereier? 

So richtig geschlemmt wird dann am Ostersonntag im Kreise der Familie. Nach der Feier (Osternacht) in der Kirche nimmt man das heilige Osterlicht, sowie den geweihten Speisenkorb, gefüllt mit Brot, Eiern, Schinken und Salz mit nach Haus und genießt die Köstlichkeiten nach der Fastenzeit.   

Manchmal sind die Osterhasen auch im Schnee….

 

Am Ostersonntag gibt es weitere Überraschungen, die Patenkinder bekommen ihr „Godlpack“ (Patengeschenk) vom Taufpaten. Meistens auch gut versteckt im Garten.  Wir freuen uns, wenn Bräuche gelebt und weitergegeben werden. 

 

2 Kommentare zu “Ostern – das wichtigste Fest im Christentum!”

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