Aus der Kategorie AllgemeinLeben in KitzbühelSport & Freizeit

27|Feb Moritz Marko – ein Kitzbüheler auf der Streif

Hoffnungsträger im Alpinen Skisport…..

Wir dürfen euch heute Moritz Marko, einen jungen Mann aus Kitzbühel vorstellen.  Sein Traumberuf – Skirennläufer! Moritz ist 19 Jahre alt, gebürtiger Kitzbüheler und die große Nachwuchs Hoffnung im Alpinen Skisport.

Moritz Marko – Nachwuchs Hoffnung im Alpinen Skisport – ©KSCKitzbühel

 

Seit Hansi Hinterseer im Jahre 1974, gab es keinen Hahnenkammsieger mehr, der aus Kitzbühel kam. 

Erfolg auf der Skipiste und auf der Schulbank

Wenn Moritz nicht Skirennen fährt besucht er das Skigymnasium in Stams. Eine Kaderschmiede für Ski und Snowboard-Asse von morgen. Dort drückten unter anderem auch ehemalige Ski Stars wie z.B. Mario Matt, Benjamin Raich, Stefan Eberharter, Nicole Hosp, Marlies Schild uvm. die Schulbank.

Moritz Marko fährt für den Kitzbüheler Ski Club. Dieser hat sich als eines seiner Hauptziele gesetzt, die Jugend zu fördern! In den olympischen Disziplinen wie Ski Alpin, Snowboard, Freeski und Skicross, sowie Langlauf, Biathlon, Sprunglauf und Nordische Kombination ist der Kitzbüheler Ski Club mit seinen Trainern tägig.

Blick auf das Ziel beim Europacup auf der Streif|Kitzbühel am 16.01.2017

Seit der Gründung des K.S.C. im Jahre 1902, wurden 53 Olympia- und Weltmeisterschaftsmedaillen erzielt. Wir freuen uns natürlich h über die Erfolge der K.S.C. Athleten und drücken Moritz für seine weitere Laufbahn fest die Daumen!

Spitzen Leistung

Hier geht’s zu den Spitzen Ergebnissen von Moritz. Er gewann die Alpine Kombination der National Junior Championships in St. Lambrecht am 13.02.2017 und ist damit österreichischer Meister (Junioren). Beim Super-G ebenfalls am 13.02.2017 wurde er Achter und darf sich über den Vizemeister (Junioren) freuen. 

„Streiftime“

Am 16.01.2017 war große „Streiftime“ Moritz Marko mit Startnummer 72 fuhr wie seine Kollegen aus aller Welt von der Mausefalle bis ins Ziel am Oberhausberg. Im Ziel angekommen erzählt uns Moritz: „Es ist eine ganz große Ehre hier mitfahren zu dürfen. Meine ganze Familie ist da, das taugt mir voll. Als kleiner Bua bin ich schon über die Streif gefahren“.

Moritz Marko beim Interview – wir wünschen ihm noch viele Interviews

Hier stellen wir Moritz 10 Fragen um ein wenig mehr aus seinem „Rennfahrer-Leben“ zu erfahren. 

1. Moritz, seit deinem 2. Lebensjahr stehst du auf Skiern. Wann war dein Wunsch, sich auf die Rennfahrer Karriere hinzuarbeiten?

Als ich bereits mit fünf Jahren in den Kitzbüheler Ski Club kam, arbeitete ich auf mein großes Ziel, dem Weltcup, hin. Anfangs war das Ganze mit überwiegend Spaß verbunden, ehe ich mich mit 14 Jahren für den Skirennsport entschieden habe. Seit diesem Zeitpunkt ist mein bisheriges Leben auf den Skisport aufgebaut.

Moritz nach getaner Arbeit am 16.02. im Ziel – am Oberhausberg

2. Was reizt dich an einem „Rennfahrer-Leben“ Du bist ständig unterwegs, musst fleißig trainieren? Was macht diesen „Beruf“ so besonders?  

Speziell in der Wintersaison bin ich kaum zuhause und lebe praktisch aus meiner Tasche. Das spannende daran ist das Reisen zu den verschiedensten Orten auf der ganzen Welt. Auch wenn ein Sportler nebenbei kaum Zeit für gewöhnliche Sachen hat, ist es das wohl schönste seinen Arbeitsplatz „Skipiste“ nennen zu dürfen.

3. Wie entspannst du dich nach einem Skirennen am besten?

Nach dem Rennen ist es das Wichtigste so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Am besten gelingt mir das, wenn ich eine Stunde schlafe und anschließend zu meinem Physiotherapeuten Luggi gehe.

Ein Blick auf den Seidlalm Sprung

4. Moritz, wie sieht dein Tagesablauf in der Rennsaison aus?

Meistens wird zwischen sechs und sieben Uhr aufgestanden  und ausgiebig gefrühstückt. Auf der Piste angekommen wärme ich mich zuerst fünf Minuten auf und fahre danach 2mal durch einen Einfahrkurs. Nach der Kursbesichtigung beginnt die volle Konzentration auf das Rennen. Nochmals kräftig aufwärmen, meine Rituale durchführen und danach wird Rennen gefahren. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Es gilt sich so gut wie möglich zu regenerieren und die Skier wieder rennfertig zu machen. Es wird auch mit dem Trainer das gesamte Rennen analysiert und besprochen was gut war bzw. was besser gemacht werden muss. Am Abend folgt noch die Teambesprechung.

5. Kannst du uns etwas zu deinen großen Vorbildern verraten? Was macht ein Vorbild für dich aus?

Als kleiner Junge war Aksel Lund Svindal (NOR) immer mein großes Vorbild. Wenn mich heute allerdings jemand danach fragt, würde ich fast Dave Ryding (GBR) nennen. Seine Voraussetzungen, ein großer Skisportler zu werden, waren enorm klein. Mittlerweile ist er für mich bereits jetzt einer der besten Skifahrer der Welt.

Tolle Stimmung beim Europacup Rennen am 16.01.2017 in Kitzbühel

6. Wo siehst du dich z.B. in 5 Jahren? Ein paar Zeilen zu deinen Wünschen im Skisport?

In fünf Jahren will ich behaupten können, dass sich mein zielstrebiges Arbeiten ausgezahlt hat. Sei es im Sport oder in anderen Dingen. Das ganz große Ziel ist natürlich der Weltcup und ein Sieg auf der Streif in Kitzbühel.

7. Moritz, kannst du unseren Lesern 5 wichtige Eigenschaften nennen, die ein Skirennfahrer braucht um Erfolg zu haben?

Zielstrebigkeit, Ehrgeiz, Mut und Erfolg selbst. Für mich ist jedoch Spaß der wichtigste Faktor.

Voller Stolz – Präsident vom Kitzbüheler Skiclub, Dr. Michael Huber freut sich mit Moritz Marko

8. Du bist am 16.01.2017 beim Europacup Rennen über die Streif gefahren, was denkt man da am Start, noch dazu in seinem Heimatort?

Am Start selber denkt man nur mehr über die Strecke nach. Man versucht auszublenden, was alles passieren kann und konzentriert sich ausschließlich auf den bevorstehenden Kurs und vertraut auf sein Können. Natürlich hat es mir enorm getaugt bei so einem Rennen an den Start gehen zu können. Noch dazu hat es mich sehr stolz gemacht als Kitzbüheler dabei zu sein.

Im Ziel – Europacup Rennen am 16.01. auf der Streif

9. Wie viel Paar Ski braucht ein Rennfahrer und wie ist das mit dem Ski wachsen, muss man das zu Beginn seiner Karriere selber machen?

Bei mir sind es 4 Paar pro Disziplin, im Gesamten also 16 Paar. Speziell die Skipräparation ist sehr zeitaufreibend und muss am Anfang selbst gemacht werden. Erst ab einem B-Kader Status wird dir ein Pool-Servicemann zur Verfügung gestellt.

10. Gibt’s noch Hobbys neben dem Skisport für welche du dir gerne Zeit nimmst?

Neben dem Sport spiele ich sehr gerne Beachvolleyball. Allerdings kann ich das seit meiner Schulterverletzung nicht mehr 100%ig ausführen. Deswegen muss ich mir wohl etwas anderes suchen 🙂

Moritz noch am Start….volle Konzentration

Lieben Dank Moritz für deine Antworten! Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und vor allem verletzungsfreie Saisonen! Alles, alles Gute für deinen Weg!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.