Aus der Kategorie Leben in Kitzbühel

02|Okt Meine erste Stadtführung durch Kitzbühel

Schon mal an einer Stadtführung durch Kitzbühel teilgenommen? Nein, noch nicht! Dann gehts auch gleich los zur ersten Stadtführung, 1. Instawalk durch Kitzbühel, dem #kitzwalk2015.

 

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Vorderstadt Kitzbühel mit Blick auf die Pfarrkirche und Liebfrauenkirche

Mit dem Kitzbüheler Original durch unser Stad’l…..

Unser Stadtführer Pepi, ein Kitzbühler Original, wartete schon in voller Montur, sprich in einer prachtvollen Lederhose mit einem Tiroler Latz, Haferlschuhen und einem urigen Wanderrucksack vor dem Büro von Kitzbühel Tourismus. Gekonnt lockerte er mit ein paar Sprüchen die Gruppe etwas auf. So eine Stadtführung hat ja auch nicht nur Ernstes. 🙂

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Unser Pepi Treichl – Kitzbüheler Original

Meine erste Stadtführung 

Nun ging sie also los, meine erste Stadtführung! Wir starteten in Richtung Jochberger Tor, nach nur wenigen Metern stoppten wir bereits das erste Mal wo uns Pepi gleich sein Fachwissen über die verschiedenen Baustile mitteilte. Auch neu für mich, war die Behauptung, dass unser Dialekt dem Englischen sehr ähnlich ist. Nach ein, zwei Glaserl Wein hören sich die Dialekte von einem Kitzbühler und einem Engländer schon gar nicht mehr so unterschiedlich an . Verständigungsschwierigkeiten also ausgeschlossen.

Unsere Gruppe beim Zuhören
Unsere Gruppe beim Zuhören

Wir speisen vorzüglich

Anschließend gingen wir durch die Gasse beim Glockenspiel zu dem Platz vor der Katharinenkirche. Dort wurden wir wieder kurz über den Baustil der Kirche aufgeklärt, doch dann widmete sich Pepi aber wieder seiner eigentlichen Passion, dem Erzählen. So erfuhren wir zum Beispiel auch, dass wenn man mit wenig Geld nach Kitzbühel reist es auch kein Problem ist gut zu speisen. Man muss sich lediglich eine Semmel kaufen und auf den Platz zwischen der Katherinenkirche und dem Huberbräu stellen, seine Augen schließen und herzhaft in die Semmel beißen, denn durch die herrlichen Düfte aus der Küche schmeckt dann selbst eine Semmel wie ein schmackhafter Schweinsbraten 😉 Wie ihr seht, der Spaß kam nicht zu kurz!

Die Leidenschaft der Kitzbühler: Skifahren

In der Katharinenkirche angekommen packte Pepi ein Buch aus seinem Rucksack. Der Titel: „Schitouren um Kitzbühel“, eigentlich nichts Außergewöhnliches, doch das Buch war vom Kitzbühler Skipionier Franz Reisch aus dem Jahre 1908! Zu dieser Zeit steckte der Skisport noch in den Kinderschuhen und war Extremsport.

Bereits 1908 beschrieb Franz Reisch die ersten Skitouren in Kitzbühel. Dies war einer der ersten Grundsteine für den Skitourismus im Ort.
Bereits 1908 beschrieb Franz Reisch die ersten Skitouren in Kitzbühel. Dies war einer der ersten Grundsteine für den Skitourismus im Ort.

 

Wir gingen weiter aus der Innenstadt hinaus, über eine kleine Stiege in Richtung Gries hinunter von wo aus man noch erkennen konnte, dass Kitzbühel eigentlich auf einem Bühel steht. (Bühel = Hügel)

Kitzbühel steht auf einem Hügel (Bichel). Vom Gries aus gut zu sehen.
Kitzbühel steht auf einem Hügel (Bichel). Vom Gries aus gut zu sehen.

Geschichten erzählen und erleben

Weiter ging es über den „Luggeischluf“ zurück in die Stadt wo wir begleitet von Countryklängen eines Straßenmusikers mehr über die Schwesternstädte von Kitzbühel erfuhren. Um einige Fakten und natürlich amüsante Geschichten gescheiter, zogen wir weiter zu einem  der Wahrzeichen Kitzbühels, hinunter zur Andreas Kirche. 

Kennt ihr den „Haxenzucker“?

Hier gab uns Pepi sein Fachwissen über das Skifahren preis, insbesondere über die Tücken der Streif. Ganz nebenbei wurden wir auch aufgeklärt was ein „Haxenzucker“ beim Skifahren ist. Nämlich, der ideale Sprung bei einer Skiabfahrt, im speziellen an der Hausbergkante. Mit vollem Körpereinsatz zeigte er uns worauf die Profis beim Springen auf der Streif achten müssen. 

So fährt sich eine perfekte Kurve beim Skifahren
So fährt sich eine perfekte Kurve beim Skifahren
Wir lauschen den Geschichten
Wir lauschen den Geschichten…

Es schließt sich der Kreis

Die Führung führte uns weiter in die Liebfrauenkirche und über den Friedhof. Hier besuchten wir die Gräber berühmter Kitzbüheler wie Toni Sailer (Mitglied des Skiwunderteams) oder dem Tibetforscher Peter Aufschnaiter (bekannt aus dem Hollywood Blockbuster „Sieben Jahre in Tibet“). 

Pepi vor dem Grab von Peter Aufschnaiter
Pepi vor dem Grab von Peter Aufschnaiter das mit Tibetfahnen geschmückt ist.

Hier am Friedhof hörte ich auch zum ersten Mal, dass der Bruder von Arnold Schwarzenegger in Kitzbühel seine letzte Ruhestätte fand. Weiter den Friedhofshügel hinunter machten wir nochmal Halt  vor einer Statue für die Freiheitskämpfer Tirols, wo uns Pepi einiges darüber berichtete. Dann sagte er: „So, etz spü i enk no oan!“. Dann war ein weiteres Geheimnis um seinen Rucksack gelüftet, er packte eine kleine Taschentrompete aus und spielte „In die Berg bin i gern“.

Musikalische Einlage vom Stadtführer

Ein Bild für Götter wie er in seiner Lederhose vor der Statue des Tiroler Freiheitskämpfers musizierte!

Mahlzeit….Speckjause im Heimatgold Kitzbühel

Vom Hunger getrieben gingen wir weiter zu unserem finalen Stopp, dem „Heimatgold“ in der Kitz Galleria. Dort wurden wir mit einer zünftigen Speckjause empfangen. Nach ein paar netten Gesprächen spielte uns Pepi zum Abschluss noch eine Weise.

Wunderbare Jause
Wunderbare Jause
Gemütlich & stylisch zugleich: Das Heimatgold in Kitzbühel.
Gemütlich & stylisch zugleich: Das Heimatgold in Kitzbühel.

Jetzt kann ich viel erzählen

Alles in allem muss ich sagen, dass ich positiv überrascht bin von meiner ersten Stadtführung durch Kitzbühel, denn hier hörte ich Geschichten von denen ich vielleicht noch welche weiter erzählen kann.

Die Teilnehmer des ersten Instawalk machten viele Fotos, diese sind unter dem Hashtag #kitzbühel oder #kitzwalk2015 auf Facebook und Instagram zu bewundern.

Pepi uns sein geheimnisvoller Rucksack
Pepi uns sein geheimnisvoller Rucksack.

 

Impressionen vom #kitzwalk2015

 

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Das Bild war ein Geschenk der Amerikaner.
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Bedächtig am Friedhof
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Bedächtig…
Alt und neu: In Kitzbühel kein Gegensatz.
Alt und neu: In Kitzbühel kein Gegensatz.
Historische Holztüre mit dem Kitzlogo.
Historische Holztüre mit dem Kitzlogo.
Häuserschlucht im Gries.
Häuserschlucht im Gries.
Das wohl wichtigste Schild in Kitzbühel ;-)
Das wohl wichtigste Schild in Kitzbühel 😉
Beeindruckende Architektur. Das Haus war früher eine Schlosserei.
Beeindruckende Architektur. Das Haus war früher eine Schlosserei.
Kitzbühel hat insgesamt 4 Kirchen.
Kitzbühel hat insgesamt 4 Kirchen.
Cafe Praxmair: Eine Kaffeehaus-Institution in Kitzbühel.
Cafe Praxmair: Eine Kaffeehaus-Institution in Kitzbühel.
Alt und Neu
Alt und Neu
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Historisch: Das Grabenhäusl

 

 

2 Kommentare zu “Meine erste Stadtführung durch Kitzbühel”

Wir vom Seniorenbund Altlengbach erlebten die Führung durch Kitzbühel mit Pepi als DAS Erlebnis schlechthin. Einen Menschen wie Pepi trifft man nur einmal im Leben und wenn es viele solche Pepis gäbe, wäre unsere Welt in Ordnung. Man könnte ihm stundenlang zuhören und sein körperlicher Einsatz beim Erklären der Streifabfahrt u.a. mit dem Haxenzucker, einfach köstlich! Wir sehen die nächste Kitzbühelabfahrt diesmal mit besonderem Interesse und freuen uns schon darauf. Rührend auch der Abschied mit dem Trompetenspiel. Wir 44 Mitglieder machten 5 Tage Tirol-Urlaub, wohnten in Wildschönau und erlebten viel Schönes, aber „PEPI“ war unser Highlight. Alles Gute ihm, möge er noch lange gesund bleiben und seine Botschaften über unsere schöne Natur und das wichtige Bauerntum in seiner schönen Stadt noch lange weiter verbreiten!

Lieben Dank Frau Schmidt für die lieben Zeilen. Werden wir auch gerne an unsren Pepi weiterleiten. Herzlichen Dank nochmal und vielleicht bis bald wieder in Kitzbühel, Bettina Wiedmayr, Kitzbühel Tourismus

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