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03|Apr Ian Fleming – Erfinder von 007 und seine Zeit bei uns in Kitzbühel!

Für viele die es noch nicht wissen, Ian Fleming (1908-1964) gebürtiger Brite und Erfinder von 007 hat einige Jahre bei uns in Kitzbühel verbracht. Laut seinen Aufzeichnungen für ihn eine sehr prägende Zeit.

Blick auf Kitzbühel @MichaelWerlberger

Ganz kurz, Ian Fleming verließ nach mäßigem Erfolg, in den 20iger Jahren als junger Mann die königlich-britische Militärakademie. Seine Mutter schickte ihn damals nach Kitzbühel, er sollte seine Sprachkenntnisse in Deutsch für eine Karriere im Auswärtigen Dienst verbessern. In der damaligen Pension und heutigem Hotel Tennerhof bezog der junge Mann Quartier und besuchte brav eine Privatschule.

Ian Fleming Preisverteilung – Fireball 2017 – Foto@GerhardGroger

Die Gamsstadt war damals schon ein beliebter Ferienort der High Society. Es dauerte nicht lange und der Ruf eines Playboys eilte dem jungen Engländer in der Stadt voraus. Fleming bezeichnete seine Kitzbüheler Zeit selbst als „seine goldenen Jahre“.   

Wie wichtig ihm die „wilden Jahre“ in Tirol gewesen sind, bewies Ian Fleming in seinem Testament: Er verfügte, dass drei für ihn besonders wichtige Menschen je 500 Pfund erhalten sollten, um „sich davon etwas Extravagantes zu leisten“. Eine dieser drei Personen war Lisl Popper aus Kitzbühel.

Kitzbüheler Innenstadt – Foto©markus-mitterer

Einmal im Jahr kehren Ian Fleming und sein weltberühmter Agent 007 nach Kitzbühel zurück. Heuer 2017 bereits zum 5. Mal veranstaltet Michael »Gugu« Tyszkiewicz mit seinem Freund Manfred Hofer, Element3, ein Fest mit Eleganz, Melancholie, Action und Stil. Für alle Bond-Begeisterten Skifans die sich nicht nur a la 007 bei einem Skirennen am Kitzbüheler Horn ihre Klasse zeigen sondern auch das rund herum zelebrieren, wie z.B. bei einem schicken Dinner im Bond Girl Style oder einem Black Jack Turnier im Casino Kitzbühel

Ian Fleming meinte einst: Never say No to adventure. Die Veranstalter erlauben sich das Zitat auszubauen und behaupten: Sagt niemals nein zu Abenteuern mit Stil, zu langen Nächten, gutem Wein und schnell gewachsten Skiern….

Perfekt Inszeniert – Fireball 2017

Wir dürfen nun ein paar Fragen an einen der Veranstalter Michael »Gugu« Tyszkiewicz zum Hintergrund dieser Veranstaltung „Fireball 2017“ richten.

Am Start die beiden Veranstalter von „Fireball 2017“ Manfred Hofer & Michael »Gugu« Tyszkiewicz – Foto@GerhardGroger

Lieber Herr Tyszkiewicz, eine kurze Einführung in das Leben von Ian Fleming in Kitzbühel durfte ich bereits recherchieren, vielleicht nochmal in Ihren Worten, wie waren die Jahre von Mr. Fleming bei uns in Kitzbühel?

Kitzbühel war schon damals ein Anziehungspunkt für die Schönen und Reichen. Doch Fleming, der sich in die Kellnerin Lisl Popper verliebte, lernte durch sie die einheimischen Ski-Cracks kennen und freundete sich mit ihnen an. Er verbrachte die meiste Zeit in Kitzbühel auf den Brettern und mit seinen Einheimischen Freunden. Sie erweckten seine Faszination fürs Skifahren, welche sich wiederum in vielen James Bond Abendteuer wieder findet.

Viele Leute bei uns in Kitzbühel wissen gar nicht, dass der Erfinder von 007 bei uns in Kitzbühel lebte, wie sind Sie dazu gekommen, sich mit dieser Geschichte intensiver zu beschäftigen?

Ich habe kurze Zeit im Tennerhof als Sales Manager gearbeitet. Dort hab ich beiläufig von der Barbara Lipitt erfahren, dass Ian Fleming hier viel Zeit verbracht hat. Es hat mich gewundert, dass niemand in Kitzbühel diese Tatsache je aufgegriffen hat. Ian Fleming ist immerhin einer der berühmtesten Autoren der Welt und seine Romanfigur James Bond hat den unglaublichen weltweiten Bekanntheitsgrad von über 90%. Ich fand, dass man da was machen müsste. So entstand die Idee zum Ian Fleming Ski Challenge.

Im Ziel – Foto@GerhardGroger

Hat Ian Fleming den weltberühmten Geheimagenten bei uns in Kitzbühel erfunden oder hat die Geschichte von 007 mehrere Geburtsstätten?

James Bond hat mehrere Vorbilder. Eines ist allerdings Conrad O’Brien Ffrench, Geheimagent im Auftrag Ihrer Majestät und Bekannter von Ian Fleming, der in den späten 20ern ebenfalls viel Zeit in Kitzbühel verbracht hat.

Bond Girls auf der Skipiste – Foto@GerhardGroger

Wie soll die Veranstaltung in 5 Jahren aussehen? Gibt es Pläne mit Ihrem Geschäftspartner „Fireball“ zu erweitern?

Wichtig ist mir, dass der „Fireball“ internationale Gäste und Einheimische zusammenbringt. Das wäre auch im Sinne von Ian Fleming gewesen.  Das Rennen muss sportlich herausfordernd sein (dafür sorgt mein Partner Manfred Hofer), das Black Jack Turnier spannend und die Party muss richtig grooven.  Dann passt auch die Stimmung. Heuer hatten wir auch ein Flipper Turnier mit 70’s Party im Flippermuseum dabei. Ein großer Erfolg!  Was noch ausbaufähig ist, ist unser Wunsch die Stadt mittels Inszenierungen, Schauspieleinlagen und Dekoration in einen Begehbaren Bond-Film zu verwandeln. Manfred Hofer und ich (Mister MAGU Entertainment) haben noch viele Ideen, wie wir den Event verbessern können, dass ist aber teilweise auch eine Geldfrage.

Dekoration – Foto@GerhardGroger

Wie kam es eigentlich zu dem Namen „Fireball“ ehemaligen Ian Flaming Ski Challenge?

Der Ian Fleming Ski Challenge war eine Privatveranstaltung. Der Fireball ist eine größtenteils öffentliche Veranstaltung. Darum wollten wir dem neuen Event einen neuen Namen geben. Der Name Ian Fleming Ski Challenge war ein bisschen zu sperrig. Fireball ist griffiger und trotzdem weiß jeder was gemeint ist.

Wohin verschlug es Ian Fleming nach seinem Aufenthalt bei uns in Kitzbühel? Besuchte er Kitzbühel weiterhin als Urlaubsgast?

Ian Fleming ging in den Britischen Außendienst. Er kehrte bis zum zweiten Weltkrieg bis zu zwei Mal im Jahr in sein geliebtes Kitzbühel zurück. Er half 1938 seiner Freundin Lisl Popper, die jüdisches Blut hatte, bei der Flucht vor den Nazis und holte sie nach England.

Am Kitzbüheler Horn beim Start zu Fireball 2017 – Foto@GerhardGroger

Lernte Mr. Fleming Skifahren bei uns in Kitzbühel ? Damals in der Skischule bei den Roten Teufel ?

Es heißt, der Skilehrer von Ian Fleming hieß Oberhauser, war aus Kirchberg und diente ihm als Vorbild für den Bösewicht Blofeld. Das ist allerdings schwer zu verifizieren.

Was ist so faszinierend an der Geschichte von Ian Fleming?

Faszinierend finde ich, dass Ian Fleming nach damaligen Maßstäben und seinen Rauswürfen aus Eton und Sandhurst zunächst als Problemkind und Versager galt. Kitzbühel war quasi sein letzter Strohhalm. Die wunderschöne Umgebung, das Skifahren und seine Einheimischen Freunde haben ihn mit einer Lebensenergie aufgeladen, die ihm ermöglicht hat Großes zu erreichen. Im Prinzip ist das bei mir ähnlich. Nur das Große muss ich noch erreichen.

Bestens Unterstützt beim Fireball 2017 – Foto@GerhardGroger

War Ian Fleming auch in anderen Skiorten für seine Storys unterwegs?

Nicht das ich wüsste.

Gibt es Kontakt zu den Erben von Ian Fleming?

Die Erben Ian Flemings Kate und Jessica Grimmond und Diggory Laycock, haben mehrmals die Ian Fleming Ski Challenge besucht. Wir sehen uns nicht oft aber haben ein gutes Verhältnis.  🙂 

Tolle Stimmung beim Skirennen am Kitzbüheler Horn – Foto@GerhardGroger

Lieben Dank Herr Michael »Gugu« Tyszkiewicz für Ihre Antworten zu unseren Fragen. Wir wünschen noch viele spannende Geschichten rund um Ian Fleming und freuen uns auf Fireball 2018 vom 08.03. bis 11.03.2018. 

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