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13|Feb Herzknistern. Blind verliebt im Pulverschnee – spielt in Kitzbühel!

Ein neuer Liebesroman der österreichischen Erfolgsautorin Mira Morton – spielt in Kitzbühel!  Herzknistern – wir dürfen heute mehr über die, typisch österreichisches Deutsch, schreibende Schriftstellerin aus Wien erfahren.  

„Ein Liebesroman in den Bergen – natürlich ist mir hier Kitzbühel als Handlungsort gleich als ERSTES eingefallen“ so begann das sympathische Telefonat mit Mira Morton, welches ich kürzlich führen durfte.  Mira Morton lebt ihren Traum. Sie ist Schriftstellerin ihrer eigenen Märchen, die perfekt in unsere Zeit passen.  Sie schreibt von erfolgreichen Frauen die auf große Liebe treffen. 

Mira wohnt im 1. Wiener Bezirk, dort trifft sie auf genügend Stoff für ihre Bücher. Ich durfte ein wenig hinter die Kulissen der beliebten Autorin blicken, die  mit viel Wortwitz für Frauen von heute schreibt.   

Neuer Roman von Mira Morton – Herzknistern spielt in Kitzbühel

Liebe Mira, zu Beginn würden wir gerne ein paar Zahlen und Fakten zu deinen Büchern erfahren, wie viele sind es mittlerweile und seit wann schreibst du?   

Ja, gerne! Bevor ich aber zur ersten Antwort komme, möchte ich einmal ein großes DANKE an euch richten. Ich freue mich riesig über dieses Interview von Kitzbühel Tourismus. 

Also: Meinen ersten Roman habe ich am 17.12.2013 veröffentlicht, es sind mittlerweile 13 Romane,  wobei ich sie auch sehr gerne als moderne Märchen bezeichne.  Mit weit über 200.000 verkauften E-Books ist mein Experiment, einfach mal einen lustigen Liebesroman zu schreiben, zur richtigen Arbeit geworden, was mich auch ein sehr stolz macht, zumal ich das geschafft habe, obwohl ich Österreichisch schreibe und obwohl meine Romane zum Teil eben auch bei uns spielen. Aber das Schöne ist, ich schreibe einfach wahnsinnig gerne, habe in der Volksschule damit begonnen. Da waren es eben noch Aufsätze. Später wurden daraus Liedtexte und Gedichte,  sehr viel später habe ich mich dann an meinen ersten Roman gewagt. Ich denke, ich bin mit dem „Schreib-Gen“ geboren worden. 🙂

Fofo©MiraMorton

Kannst du uns ein wenig zu den Recherchen deines neuesten Romans erzählen, dieser spielt ja in Kitzbühel, wie kam es dazu?

Von meinem ersten Roman an spielen meine modernen Märchen in der Welt der Reichen, in die Frauen aus Österreich eintauchen, weil sie sich eben zufällig in einen Hollywoodstar, einen Designer, einen Unternehmer, einen Rockstar etc. verlieben. All meine Geschichten haben einen österreichischen Background.

Bei meinem neuen Roman war die Assoziationskette aber wirklich ganz einfach: Es wird ein Winterroman – herrliche Abfahrten – Pulverschnee – eine einsame Hütte – ein cooler Milliardär und schicke Locations in einem tollen Skiort– Kitzbühel!!! Wo sonst?

Da habe ich nicht besonders lange recherchieren müssen. Das waren ein paar Sekunden. Ich wollte unbedingt Kitzbühel und unseren einheimischen Zugang zum Skifahren in Szene setzen. 

Blick vom Hahnenkamm auf Kitzbühel ©BettinaWiedmayr

Wie bist du zu deinem Schreibstil gekommen, du schreibst österreichisches Deutsch? Was können sich unsere Leser darunter vorstellen?

Ich bin so ein altmodischer Wertemensch. Für mich ist es wichtig, bei aller Fantasie und trotz eines Pseudonyms, authentisch zu sein. Auch wenn ich selbst viel reise, so habe ich keine Ahnung, wie sich eine Frau in den USA oder England die Zeit vertreibt. Was sie gerne isst, wo sie ausgeht, was gerade ‚in‘ ist. In Österreich weiß ich das.

Also lag es für mich auf der Hand, nicht dem Mainstream zu folgen, sondern zumindest in großen Teilen über Figuren zu schreiben, die du und ich tatsächlich in Österreich treffen könnten. Das war natürlich auch eine Entscheidung gegen den schnellen Erfolg am von Deutschland dominierten Buchmarkt. Aber wir sagen nun einmal „Polster“ statt „Kissen“ oder „Plastiksackerl“ statt „Tüte“. 

Also sprechen und denken meine Figuren in den Liebesromanen Österreichisch, außer hin und wieder die Männer. Die sind zu einem großen Teil aus Deutschland oder zumindest deutsch-stämmig. Ich liebe das Spiel mit der Sprache, auch mit Fremdsprachen und Dialekten. In meinem neuen Roman gibt es ja auch ein paar Zeilen „Tirolerisch“ 🙂

Foto©Mira Morton – ORF Reportage in „Heute leben“ über Mira Morton, Jänner 2017, Buchhandlung Frick in Wien

Wie schwer ist es mittlerweile in der „Online-Welt“ als Schriftstellerin zu überleben?

Es wird tatsächlich mit jedem Jahr schwieriger. Ich habe Ende 2013 begonnen, da waren es meines Wissens nach etwa 2 Millionen E-Books auf Amazon und alle meine Romane waren unter den Top 100, manche unter den Top 20. Heute sind es über 4 Millionen E-Books auf Amazon wie auch auf anderen Plattformen. Da unter die Top 100 zu kommen, bedeutet für eine unabhängige Autorin wie mich wirklich harte Arbeit und ein gutes Marketingkonzept.

Foto©Mira Morton, 2016 (Frankfurter Buchmesse)

Also nur zu schreiben funktioniert leider nicht wirklich, denn das Rundherum ist ebenso wichtig geworden, wenn man sich behaupten will. Ich verkaufe ja zum Großteil E-Books, weil ich ohne Verlag arbeite. Mittlerweile sind meine E-Books dank meines Distributionspartners Bookrix aus München auf allen Plattformen erhältlich und „Herzknistern“ war sogar auf Platz 1 der iTunes-Charts. Aber es gibt auch von all meinen Romanen das gute alte Taschenbuch. 

Woher nimmst du deine Ideen, sind da auch Parallelen zu deinem Privatleben zu finden?

Zum Glück fehlt es mir nie an Ideen.  Es mangelt eher an der Zeit,  alles in einen Roman zu verpacken. Manchmal ist es, wie bei „Herzknistern“, ein Freund, der mich durch seinen außergewöhnlichen Job und Werdegang auf die Idee von Eric Stone (Figur im neuen Liebesroman) gebracht hat.

Hier könnte die einsame Hütte vom neuen Roman sein……..

Aber natürlich gibt es auch vieles, das mit mir persönlich zu tun hat. Meinen Urlaub auf Bonaire und meine Liebe zu Prince und Lenny Kravitz habe ich in „When Love rocks – Bon Bini in der Karibik“ verpackt oder meinen Segeltörn mit 5 Freundinnen in „Seeigel küsst man nicht“. Irgendwie verschwimmt also privates und Fiktion.

Es können auch Zeitungsnotizen oder Kleinigkeiten sein, die mir auffallen, die ich dann in meine Geschichten verarbeite, wie in meinem nächsten Roman. Aber ich denke, es steckt sehr viel von mir als Person in meinen Büchern. Auch wenn meine Storys leicht und amüsant sind, ist von Wiedergeburt über Rassenprobleme bis hin zum Urknall alles dabei.

Ideal für ein gemütliches Wochenende daheim…..

Ist Mira Morton mit Carrie Bradshaw aus ‚Sex and the City‘ zu vergleichen?

Wow! Ich bin noch nie mit Carrie verglichen worden, aber danke dafür!!! Ich denke aber, dass Mira doch ganz anders als Carrie ist. Uns verbindet die Liebe zu Schuhen, schicken Lokalen und Klamotten. Auch jene zu reichen oder ungewöhnlichen Männern. Aber neben allem Pink, Glitzer und Humor, stecken in meinen Romanen auch sehr oft sehr spirituelle Elemente. 

Ich würde auch sagen, meine Romane sind internationaler. Sie spielen ja auch auf den Malediven, der Karibik, in L.A. und Mexiko etc. Als New Yorker reicht ja zunächst einmal diese Stadt als Location. Für mich war es eher immer das Spiel mit Sprache und Kulturen. In „Liebe kommt im Galopp. Der Duque“ wird beispielsweise Spanisch gesprochen, im „Seeigel“ sogar Kroatisch. Das ist meine Realität als Europäerin, wenn ich irgendwohin reise, und die bilde ich auch genau so ab. Damit tue ich mir selbst zwar am Buchmarkt nicht immer nur Gutes, aber ich kann behaupten, ich bleibe mir selbst treu.

Ein Lieblingsplatz zum Schreiben von ©Mira Morton

Wo schreibst du am liebsten? Ist die richtige Umgebung zum Schreiben wichtig?

Ja und nein. Vieles schreibe ich abends und in der Nacht  im Wohnzimmer in einer ergonomisch fürchterlichen Haltung auf dem Sofa vor dem Fernseher. Meine Kreuzschmerzen will keiner haben.  Mein eindeutiger Lieblingsplatz ist irgendwo an einem Strand im Süden. Da schreibe ich dann von früh bis spät.  Das ist genau meine Umgebung, in der ich am schnellsten schreibe und am kreativsten bin. Jedes Jahr gönne ich mir solche „Schreiburlaube“.  Wie eben auf den Malediven, in der Karibik, in Florida oder Ägypten. Das Gute daran ist auch, dass ich meine Romankulissen dann sehr realitätsnahe gestalten kann. Und ehrlich: Mit einem Cocktail in der Hand, direkt am türkisblauen Meer – wer kommt da nicht ins Träumen? 

Noch ein Lieblingsplatz von ©Mira Morton

 Einen Satz zur privaten Mira Morton …

„When you can dream it, you can do it!“ (Walt Disney)

Dieses Zitat hat mich seit meinem 16. Lebensjahr begleitet. Und genau so bin ich auch. Wenn ich von irgendetwas träume, versuche ich es zu realisieren, auch wenn ich dafür gegen den Strom schwimmen muss. Aber ihr würdet lachen! Privat bin ich zwar auch lustig und manchmal die Prinzessin, aber im Grunde habe ich ja noch einen anderen, eher ernsten Job, einen Uni-Abschluß und führe ein beinah biederes Leben. Deshalb liebe ich meine Auftritte als Mira, z. B. auf Buchmessen, so sehr. Sie sind für mich wie Urlaub, in der ich meine PINKE Seite mal so richtig ausleben darf. Was ich aber hoffentlich nie bin, eine Zicke, unhöflich oder gar undankbar. Ich weiß sehr genau, wer an meiner Seite steht und für mich da ist!

©MiraMorton

Dein Lieblings Autor und wir würden auch gerne wissen, warum?

Ui, das ist schwierig zu beantworten, denn DEN Lieblingsautor habe ich nicht. Aber ich habe Lesephasen, dann lese ich von jedem Autor fast alles. Ich nenne hier mal einige meiner Themen, die mich interessieren und dazu ein paar Autoren. Da ich sehr viele Interessen habe, geht das von Physik (Stephen Hawking, Anton Zeilinger, derzeit Max Tegmark) über spirituelle Bücher (Paolo Coelho, Hernán Huarache Mamani,  Carlos Castaneda) hin zu Thriller und Krimis (Dan Brown, Batya Gur, John Grisham) und natürlich auch in Richtung allgemeine Belletristik oder Liebesromane (Janet Evanovich, Carl Hiaasen, Wolf Haas, Joachim Meyerhoff, Haruki Murakami oder auch meine Selbstpublishing-Kolleginnen).  Lesen ist für mich immer das Eintauchen in ein Gedankengebäude  je nach Stimmung und Interesse. Ich suche mir dann die passenden Bücher dazu aus. Ich war schon immer eine Leseratte. 🙂 

©Mira Morton unterwegs

Kannst du unseren Lesern 5 Tipps zum Schreiben mit auf den Weg geben?

Das mache ich gerne.

  1. Wenn du schreibst, vergiss alles, was Ratgeber und andere Schreiberlinge wie ich dir erzählen. Schreib einfach! Schreib aus deinem Herzen. Achte einfach darauf, dass die Geschichte in deinem Kopf lebendig wird. Und sei authentisch! Wenn du nichts über Lachsfischen in Alaska weißt, dann lass es bleiben und schreib eine Szene übers Lachsforellenfischen in Tirol. Aber: Schreib deine Geschichte zu Ende. Fehler kannst du zum Schluss ausbessern. Oder im Notfall ganze Szenen wieder löschen oder umschreiben.
  2. Wenn du dir trotz Punkt 1 vorher ernsthaft etwas überlegen willst, dann würde ich meinen, sind es die folgenden Punkte:
    a) Welchen Erzähler braucht deine Geschichte? Erzählt ein allwissender Erzähler sie? Dann würde ich das Imperfekt als Erzählzeit vermutlich bevorzugen.

    b) Oder aber sollen sich die Leserinnen und Leser direkt mit der Figur identifizieren? Dann wäre eine Ich-Perspektive angemessen – so wie ich sie bislang immer gewählt habe – und du hast die Wahl zwischen Präsens und Imperfekt. (Lass die Finger davon, wenn du über einen Massenmörder schreibst! Aber natürlich kannst du es trotzdem versuchen.)

    c) Es gibt zwei Wege, Romane zu schreiben: Manche Autoren „plotten“ jede Szene vorab (beschreiben sie in Stichwörtern) und schreiben dann den Roman genau nach Plan. Ich lasse mich treiben und schreibe einfach drauf los. Lustigerweise folgen meine Plots aber auch den allgemeinen Vorgaben, welche „Plotter“ für wichtig erachten. (Was Wendungen, Nachvollziehbarkeit der Motive, Einführung der Figuren etc. betrifft.) Ergo: Plotte oder plotte nicht.

    d) Finde deinen eigenen Stil. Noch immer ist Sprache Kunst.
    Denk an H. C. Artmann. Er hat alles kleingeschrieben. Weil er es so wollte. Und es war richtig! Schreib Schachtelsätze oder einen Popstil, wie ich zuweilen, aber sei dir bewusst, warum du es tust und tun willst! Versuch ja nicht, wie ein künftiger Nobelpreisträger zu klingen. Bist du soweit bist, ist der Stil, den du abgekupfert hast, sicher schon wieder out. Das Buch sollte nach dir klingen. Die Figuren im besten Fall nach sich selbst. Nicht mehr und nicht weniger.

  3. Finde „echte Testleser“. Es nützt gar nichts, wenn deine beste Freundin oder deine Mama von deinem Werk begeistert sind. Nur Fremde, wie z.B. diverse Buchblogger, werden dir ehrliches Feedback geben. Aber achte darauf, dass deine Testleser auch wirklich gerne dein Genre lesen. Ich habe auch nichts davon, wenn mir eine Krimibegeisterte sagt, in meinem Roman war es zu wenig spannend und sie vermisst die Leichen.  😉
  4. Wenn du dann immer noch davon überzeugt bist, dass es nicht nur ein paar gedruckte Exemplare für die Familie werden sollten, dann bringe dein Buch raus. Heute kann man über Amazon kdp und andere Programme sehr einfach selbst publizieren.
  5. Aber hier gibt es drei wirklich wichtige Punkte: Hau niemals ein Buch ohne Lektorat/Korrektorat auf den Markt, denn du wirst es büßen. Und investiere in ein ordentliches Buchcover! Außerdem: Mach Werbung für dein Buch. Wenn die Welt nichts von dessen Existenz weiß, wird es auch niemand kaufen! Und ab da an wünsche ich dir alles GUTE, stecke die 1-Stern-Rezensionen weg, entwickle dich und deinen Stil als Autor weiter und leg dir ein Regal mit deinen „Buchbabys“ an. 
Auch hier lässt es sich schreiben…..

Und vielleicht noch 2 Sätze zu deinem neuen Liebesroman „Herzknistern“, warum sollen gerade Frauen ihn lesen?

Weil Eric Stone heiß ist. Er ist einfach ein faszinierender, schlagfertiger, auch ein wenig kaputter Typ mit vielen Geheimnissen, in den ich mich als Autorin selbst verliebt habe! Und weil ihr seine Hütte in Kitzbühel, wie auch seine verkorkste Liebesgeschichte mit Marlene hoffentlich lieben werdet! 🙂

©MiraMorton

 

Herzlichen Dank Mira für deine Zeit unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg, viel Kreativität und Freude beim Schreiben!

Mira Morton: Ich danke euch auch von Herzen! Keep on dreamin‘, Prinzessinnen und Prinzen!

 

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