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06|Sep Erfolgreiche Auslands-Kitzbüheler – von KITZ zum KIEZ

Christoph Wilson,  Vollblutgastronom, gebürtiger Kitzbüheler, 47 Jahre alt und vor vielen Jahren über ein paar Umwege in das 917 km entfernte Hamburg ausgewandert. Vom Land in die Stadt der Liebe wegen oder war es die Neugierde der großen weiten Welt?  Wir haben mal nachgefragt und aufgeschrieben. 

 

Während der 3-jährigen Lehre als Hotel-und Gastgewerbeassistent im Kitzbüheler Sporthotel Reisch hat Christoph seine Liebe zur Gastronomie entdeckt.  Nach der Lehre ging es in die Bundeshauptstadt – in Wien schnupperte er Großstadtluft, die ihn auch in seinen nächsten Stationen, wie London, Essen und Sylt nicht mehr losgelassen hat. Auf Sylt lernte Christoph seine spätere Frau, eine Hamburgerin kennen. Die Ehe zerbrach, die Liebe zur Hansestadt blieb. Ein Leben auf dem Land war zu der Zeit für ihn unvorstellbar. 

3 Jahre Lehrzeit im Sporthotel Reisch – Foto ©Christoph Wilson

 

Christoph brauchte die pulsierende Stadt, den Trubel, Action und natürlich auch seine unterschiedlichen Gastronomiebetriebe, die er mit über 180 Mitarbeitern erfolgreich führte.

Trotzdem, jedes Jahr im März, kommt Christoph mit seiner Tochter zum Skifahren in die Kitzbüheler Berge. Ein paar erholsame und entspannende Wellnesstage am Land müssen sein. Jedoch „Nach ein paar Tagen Luftveränderung freu ich mich wieder auf das Stadtleben“, erzählt uns Christoph mit breitem Grinsen.  

Einmal im Jahr auf Heimaturlaub – Entspannung pur! ©Christoph Wilson

 

Lieber Christoph, wie viele Gastronomiebetriebe sind es genau in Hamburg, die du betreibst?

Also bis vor 6 Wochen waren es 13 Betriebe. Nach 30 Jahren in der Gastronomie bin ich gerade dabei, ein Streetfood Event Konzept aufzubauen. Hier tobe ich mich momentan aus. 

Was sind die größten Unterschiede zwischen Kitzbühel und Hamburg bzw. gibt es auch Gemeinsamkeiten?

Ich würde sagen, der Hamburger ist dem Kitzbüheler ähnlich. Offen, zugänglich und auch herzlich.  Ich mag beide!  🙂 

Was fehlt dir aus der Heimat bzw. an was kannst du dich im hohen Norden so gar nicht gewöhnen?

Also an die feuchte Kälte kann ich mich gar nicht gewöhnen, die fährt einem bis tief ins Gebein. In Kitzbühel ist es die trockene Kälte, die empfinde ich als angenehmer.

Christoph ganz in seinem Element- Gastgeber sein liegt ihm im Blut! ©Christoph Wilson

 

Der Kiez, der „sündigste“ Stadtteil in Hamburg, hier dreht sich alles um die Liebe, Lust und lange Partynächte. Ein Platz mit vielen Vorurteilen, wie würdest du den Kiez in deinen eigenen Worten beschreiben?

Für mich ist der Kiez ehrlicher als die sogenannte Society. Wenn was nicht passt, bekommt man es gleich zu hören. 

Dich kennt man mittlerweile in ganz Hamburg, wissen sie auch woher du kommst? Gibt es den Tiroler-Bonus ?

Doch schon, mit einem kräftigen SERVUS Begrüßung kommt man überall gut an. Natürlich hilft auch der der Tiroler Charme  🙂 Am wichtigsten aber ist die Freundlichkeit, die gilt für jeden! 

Wir durften bei deinem letzten Besuch in Kitzbühel, deine neu kreierte Currywurst probieren. Was macht deine Currywurst so besonders, sind es etwa Zutaten aus der Heimat?

Nein, es sind Zutaten aus ganz Europa. Süß wie ich und ein wenig scharf wie die Reeperbahn 🙂 Zum Verkosten dann beim KITZ Kulinarik Festival am 13. & 14.09.2019 in der Kitzbüheler Innenstadt. Darauf freu mich schon riesig! 

Auch vor 30 Jahren in der Lehrzeit stets gut gelaunt! Foto©Christoph Wilson

 

Wie kann man jungen Menschen das „Gastgeber sein“ schmackhaft machen?

Erstens ist es wichtig, den Beruf, den man macht, zu mögen und wer gerne Menschen hat, kann in diesen Beruf alles sein. Entertainer, Psychologe, Künstler, Dekorateur, Buchhalter, Produktentwickler usw.  – jeder kann sich hier entfalten. Ich könnte mir keinen schöneren Beruf vorstellen.

Könntest du dir heute vorstellen wieder zurück auf das Land zu ziehen?

Ja hin und wieder schon. Ein Landgasthaus, nur Freitag und Samstag geöffnet, mit einem Gewächshaus im Hof könnte ich mir gut vorstellen. Auch ein Grill am Meer würde mich reizen 🙂 Mal schauen, was noch alles so kommt.  Ich bin ja noch jung! 

Wie zu uns nach Kitzbühel, kommen ja auch zu dir viele Promis, gibt’s da eine ganz besondere Begegnung, die dich so richtig stolz macht?

 Ja,  Dan Akroyed von den Blues Brothers (Anm.  von KIT International bekannt wurde er in den 1980er-Jahren durch Komödien wie Blues Brothers und Ghostbusters) war ein cooler Mann, mit dem ich auch ordentlich gefeiert habe. Diese Begegnung möchte ich nicht missen.

Selbst hinter dem Herd stehen macht Freude! Foto©Christoph Wilson

 

Hast du deinen Sprung in die Großstadt jemals bereut?

Nein, niemals 🙂 Würde ich immer wieder tun.

Dein Lieblingsessen aus der Heimat, dass du jetzt auch in deinen Betrieben kochen lässt?

Schnitzel geht immer, dazu mit meinen gepfefferten Preiselbeeren sehr gut! Manchmal auch  Speckknödel mit Schwammerl. Sind so meine Lieblingsgerichte 🙂 

Wie kann man sich deinen Tages- oder wohl eher Nachtablauf so vorstellen? Fixe Arbeitszeiten wird es wohl nicht geben, oder?

Doch es gibt schon einen genauen Ablaufplan: Um 9 Uhr aufstehen, ab 10 Uhr an den Schreibtisch. Der Nachmittag ist mit Besprechungen ausgefüllt – Lieferanten, Mitarbeiter usw. – und am Abend bin ich dann im Geschäft. Augen und Ohren offen halten und so gegen 24 Uhr übergibt man an den Stellvertreter, der ist dann noch bis 5 Uhr vor Ort.  Also mir gefällt’s! 

Bis bald bei uns in Kitzbühel mit der „Heißen Ecke“ zum KITZ Kulinarik Festival am 13.&14.9.2019

 

Wir treffen dich ja beim KITZ Kulinarik Festival am 13. & 14.09. bei uns in Kitzbühel, was gibt’s vom KIEZ für KITZ?

Wir stellen unsere „Heiße Ecke“ vor und reisen mit unserem Streetfoodcar nach Kitzbühel. Die selbst kreierte Currywurst wird mit Hafenfritten und unseren Lieblingssaucen Basilikum- oder Trüffelmayonaise serviert. Darauf freu mich schon ganz besonders. 🙂 

 

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